Mechanik erleben

Mechanik erleben

Mechanik erleben macht Spaß. Das Funktionieren, das Zusammenwirken der Teile mechanischer Geräte zu erfassen und zu verstehen, hat einen großen Reiz.

Längst ist es für uns völlig selbstverständlich geworden, dass zahlreiche technische Geräte unseren Alltag erleichtern oder angenehmer machen. Dabei haben wir nur selten eine Vorstellung vom Innenleben der benutzen Geräte.

Noch viel größer ist allerdings der Spaß, das Verständnis für technische Zusammenhänge praktisch umzusetzen. Dieses Vergnügen erleben Kinder, die mit ihren Lego-Baukästen Fahrzeuge und Maschinen kreieren, wie auch Erwachsene, die Modelle von Schiffen, Flugzeugen oder Dampfmaschinen bauen.

Von dem Wunsch, selbst tätig zu werden, von dem Drang, Eigenes zu entwerfen und entstehen zu lassen, geht eine enorme Faszination aus. Und zu erleben, wie das selbst Geschaffene schließlich auch funktioniert, ist eine große Erfüllung.

Für mich ging schon sehr früh ein magischer Reiz von mechanischen Musikinstrumenten und alten Uhrwerken aus. So entstand bereits vor einigen Jahren eine Drehorgel mit einem Register aus Holzpfeifen. Es folgten mechanische Musikinstrumente mit Walze und Metallophon oder Idiophon als Klangkörper.

Schließlich machte ich mich an die Verwirklichung einer 20 Jahre alten Idee heran, den Nachbau einer der Holzräder-Waaguhren, wie sie vor rd. 300 Jahren in ganz Mitteleuropa gebaut wurden. Eine solche Uhr mit bemaltem Zifferblatt und der Aufschrift Anno 1640 hatte ich bereits 1984 auf einem historischen Markt entdeckt und mit dem sofort entstandenen Wunsch sie nachzubauen von allen Seiten fotografiert. Dieser erste Nachbau nach dem Vorbild der alten Holzräder-Waaguhr geht inzwischen seit drei Jahren und wird täglich zweimal aufgezogen. In der Folge entstanden eine Uhr mit getrennter Stunden- und Viertelstundenanzeige sowie weitere Uhren in verschiedenen Holzarten.

An Kontakten mit gleich Ambitionierten bin ich sehr interessiert.

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